Kokosöl für den Hund: 4 Anwendungstipps für das natürliche Hausmittel

Kokosöl hat beim Hund viele nützliche Wirkungen. Es hilft nicht nur bei der Fellpflege, sondern hält auch lästige Zecken und Flöhe fern. Wie du Kokosöl bei deinem Hund genau verwenden kannst, erfährst du in diesem Ratgeber.

Kokosöl bei Hunden: Positive Wirkung in vielen Bereichen

Von der Haarpflege bis zur Mundhygiene – Kokosöl ist nicht nur in der Küche beliebt. Auch für die Tierpflege eignet sich das Kokosöl. Der große Vorteil: Das Kokosöl ist ein Naturprodukt, es schadet deinem Hund also nicht, wenn er es ableckt – anders als bei chemischen Mitteln mit umstrittenen Inhaltsstoffen.

Wegen der weiten Transportwege hat das Kokosöl aber eine bedenkliche Klimabilanz. Wenn du welches kaufst, sollte es bio-zertifiziert sein. Außerdem gilt: Weniger ist mehr!

Kokosöl für Fell und Pfoten der Hunde

Die Pfoten sind bei Hunden sehr empfindlich und können rissig werden. Im Winter werden sie durch Streusalz auf den Straßen stark beansprucht. Im Sommer zieht die Hitze des Asphalts die Hundepfoten in Mitleidenschaft.

Das Kokosöl schützt die Pfoten vor Witterungseinflüssen, beugt Verletzungen vor und hält die Pfoten geschmeidig.

Anwendung:

  • Verreibe eine etwa haselnussgroße Menge des Öls zunächst auf deinen Händen und massiere deinem Hund anschließend die Pfoten damit.

Kokosöl hilft auch bei trockener sowie schuppiger Haut und pflegt das Fell. Bei regelmäßiger Anwendung verleiht es Glanz und macht das Fell geschmeidig und kämmbar. Zusätzlich beseitigt es unangenehme Gerüche durch den angenehmen Kokosduft.

Anwendung:

  • Verwende je nach Größe und Haarlänge deines Hundes eine erbsen- bis walnussgroße Portion Kokosöl und verteile es über das Fell des Tiers.
  • Kokosöl als natürlicher Schutz gegen Parasiten

    Kokosöl hält auch Zecken fern.
    Kokosöl hält auch Zecken fern. (Foto: CC0 / Pixabay / Nicooografie)

    Kokosöl ist ein natürliches Mittel zum äußeren Schutz vor Zecken, Milben und Flöhe. In Indien wird Kokosöl zur Abwehr von Zecken und anderen Insekten schon lange eingesetzt und auch erste Studien an Menschen zeigten Erfolge.

    Da Kokosöl frei von giftigen Zusatzstoffen ist, sind auch keine Nebenwirkungen bekannt. Möglich macht den Schutz die enthaltene Laurinsäure. Der einzigartige Fettsäurekomplex wirkt auch bei bereits befallenen Tieren, da die Laurinsäure den Chitinpanzer der Schädlinge angreift. Vorbeugend hält das Kokosöl die Parasiten davon ab, sich beim Hund einzunisten.

    Anwendung:

    • Wenn du mit der Behandlung beginnst, reibe deinen Hund vor jedem Spaziergang (je nach Größe) mit einer erbsen- bis walnussgroßen Menge Kokosöl ein. Achte dabei besonders auf jene Regionen, die Zecken bevorzugen: das Gesicht, die Ohren und den Bauch.
    • Nach dem Spaziergang solltest du deinen Hund trotzdem auf Zecken untersuchen.
    • Nach mehreren Wochen der Anwendung genügt es, den Hund nur noch zwei- bis dreimal in der Woche einzureiben.

    Tipp: Auch Ohrmilben lassen sich mit Kokosöl behandeln. Tränke dazu ein Tuch in flüssiges Kokosöl und wische deinem Hund damit die Ohren aus.

    Schutz gegen innere Parasiten

    Auch bei Katzen kann Kokosöl angewandt werden.
    Auch bei Katzen kann Kokosöl angewandt werden. (Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

    Wurmbefall bei Haustieren muss nicht zwangsläufig besorgniserregend sein. Vielmehr fordern die Parasiten das Immunsystem deines Tieres heraus und stärken es so. Wenn dein Hund gesund ist, kommt er gut mit der Belastung durch Würmer oder andere Darmparasiten zurecht.

    Bei den folgenden Symptomen eines Parasitenbefalls kann es hilfreich sein, dein Tier mit Kokosöl zu unterstützen:

    • Gewichtsverlust
    • Appetitlosigkeit
    • Durchfall
    • Erbrechen
    • Juckreiz um den Anus
    • aufgeblähter Bauch

    Das Öl wirkt wurmabtreibend, wenn der Befall nicht bereits zu weit fortgeschritten ist. Außerdem schafft es ein wurmwidriges Darmklima, in dem sich die Parasiten nicht wohl fühlen. Die antiparasitäre Wirkung wird verstärkt, indem es die Darmflora unterstützt und so wiederum die eigenen Abwehrkräfte deines Hundes mobilisiert.

    Kokosöl eignet sich also, um erste Symptome zu behandeln sowie zur prophylaktischen Anwendung. Im Gegensatz zu medikamentösen Kuren hält es den Organismus deines Tieres im Gleichgewicht und du kannst es bedenkenlos auch über längere Zeit anwenden.

    Sollten sich die Symptome nicht rasch bessern, kann es sich um einen starken Wurmbefall oder eine andere Krankheit handeln. Suche in diesem  Fall unbedingt zusätzlich einen Tierarzt auf.

    Anwendung:

    • Ergänze das Futter deines Hundes je nach Größe mit etwa 1/2 bis 1 Esslöffel Kokosöl.
    • Damit das Öl seine Wirkung gänzlich entfalten kann, solltest du dein Tier am besten über mehrere Wochen behandeln.

    Kokosöl zur Behandlung von Verletzungen bei Hunden

    Kokosöl ist vielseitig anwendbar.
    Kokosöl ist vielseitig anwendbar. (Foto: CC0 / Pixabay / moho01)

    Kokosöl eignet sich auch bei Wunden:

    • Die Fettschicht des Kokosöls versorgt die Haut und kann Wunden vor äußeren Einflüssen wie etwa Schmutz schützen. Achte darauf, dass die Wunde trocken ist, damit du keine zusätzlichen Keime in die Wunde bringst.
    • Außerdem lindert das Öl den Juckreiz und kann deinen Hund so auch optimal bei Wunden von Operationen unterstützen. Zusätzlich verringert es die Narbenbildung.
    • Im Gegensatz zu Cremes mit chemischen Inhaltsstoffen schadet es deinem Tier nicht, wenn es das Öl ableckt. Deshalb ist Kokosöl sogar für Verletzungen im Maul geeignet.
    • Mit Kokosöl lässt sich auch Mundgeruch behandeln. Füge dafür einfach einen Teelöffel Kokosöl zum Futter deines Hundes hinzu.